Filmkritik: Middle Men (2009)

Niclas 5. September 2012 0
Filmkritik: Middle Men (2009)


Eine Einleitung zu diesem Film zu finden ist eigentlich ganz einfach. Jedoch weiß ich nicht ob diese vielleicht ein wenig zu anstößig wäre. Deshalb bleibe ich sachlich und lasse die schmutzigen Worte für heute weg. Für Männer und mittlerweile auch einen gar nicht so geringen Anteil an Freuen ist das Internet nicht nur eine Plattform um Schuhe, Möbel, Autos oder sonstiges zu kaufen, sondern auch deren Befriedigung. Unzählige pornografische Webseiten stellen heutzutage den größten Anteil an registrierten Content im Internet dar. Middle Men zeigt uns, wie es zwei Leute geschafft haben den Drang nach Anonymität und Befriedigung in Bares umzumünzen und mit welchen teils düsteren Gestalten sie sich auf ihrem Weg zum Geld einlassen mussten. Außerdem wird uns die Geschichte von Jack Harris erzählt, welcher eigentlich nur das Ziel hatte, seiner Frau und seinen Kindern ein schönes Leben zu ermöglichen…

Inhalt:
Im Jahre 2004 begibt sich Jack Harris (Luke Wilson) zu einem Treffen mit Mitgliedern der russischen Mafia aus Los Angeles. Objekte des Deals sind auf Harris Seite mehrere Millionen Dollar die er gegen ein entführtes Kind eintauschen will. Was Harris in diese brenzlige Situation gebracht hat erzählt er uns in einem Rückblick. Gegen Ende der 90er Jahre war der Drang nach dem Großen Geld bei den beiden arbeitslosen Versagern Wayne Beering (Giovanni Ribisi) und Buck Dolby (Gabriel Macht) besonders groß. Da beide nach Drogenexzessen ihre guten Jobs als Tierarzt bzw. Wissenschaftler der NASA verloren haben, waren sie gezwungen selbst auf die Suche nach einer Idee zu gehen. Als sie durch Zufall ein Bezahlverfahren für Kreditkarten über das Internet erfanden war der Weg ins große Business geebnet. Ihr Geschäftsmodell war es, diverse Fotos nackter Frauen auf einer Website im Internet gegen ein Abonnement in Höhe von 9,99 Dollar anzubieten. Dieses Konzept war so erfolgreich, dass sie binnen weniger Tage Millionen verdienten. Doch in diesem Geschäft kommt man um den Kontakt zwielichtiger Gestalten schwer herum und so lernten sie den russischen Mafiaboss Nikita kennen. Dass sie diesen nach einigen feierlichen Nächten in Las Vegas vergaßen zu bezahlen, versetze sie in eine Lage des panischen Schockzustandes, aus dem sie nur der „Problemlöser“ Jack Harris wieder herausführen könnte…

Fazit:
Middle Men basiert laut Paramount Pictures auf den wahren Begebenheiten von Christopher Mallick. Ob das zu 100 Prozent stimmt konnte ich nicht herausfinden. Es ist im Endeffekt aber auch egal. Denn Regisseur George Gallo hat geschafft eine spannende, dramatische und oft auch lustige Geschichte zu erzählen. Besonders der Lebenswandel von Jack Harris zeigt auf, was Menschen zu erwarten haben, wenn sie vor der Wahl zwischen ihrer Familie und dem Geld stehen. Luke Wilson spielt dabei die Rolle des Familienvaters einerseits und Mittelmannes andererseits sehr gut aber nicht überragend. Schauspielerisch wussten da eher Gabriel Macht und Giovanni Ribisi zu überzeugen. Zweiterer geht in der Rolle es Drogenabhängigen Psychopaten mal wieder wunderbar auf. Leider verliert der Film nach dem ersten Drittel ein bisschen an Dynamik was einer höheren Bewertung im Endeffekt im Weg stand. Trotzdem ist Middle Men ein spannender und witziger Thriller über die Pornoindustrie, und wer auf diese Mischung steht sollte ihn sich auf jeden Fall anschauen.

Erscheinungsjahr: 2009
Regisseur:  George Gallo
Schauspieler: Terry Crews, Giovanni Ribisi, Luke Wilson, Gabriel Macht, James Caan

 

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