Filmkritik: Chronicle (2012)

Niclas 30. April 2012 0
Filmkritik: Chronicle (2012)

Keine zwei Tage sind vergangen seitdem ich “The Avengers” geschaut habe. Wenn ihr meine Kritik dazu gelesen habt, wisst ihr ja, dass mich die Action nahezu K.O. geschlagen hat. Doch Chronicle setzt ganz woanders an und das macht den Film auch interessant. Durch die besondere Kameratechnik wirkt es so, als wäre man mitten im Geschehen dabei. Josh Trank zeigt bei seinem Regie-Debüt, dass er ein kreativer Director ist, der nicht zu feige ist etwas neues auszuprobieren. Doch wie und wann Chronicle glänzt, und ob er es mit “The Avengers” aufnehmen kann, erfahrt ihr jetzt.

Inhalt:
Andrew (Dane DeHaan), Matt (Alex Russell) und Steve (Michael B. Jordan) sind drei völlig unterschiedliche Teenager in Seattle. Andrew ist ein Außenseiter, der damit zu kämpfen hat, dass er von seinem Vater bedroht wird und seine Mutter im Sterben liegt. Sein Cousin Matt verbringt seine Zeit lieber auf Partys und vor allem mit Mädchen. Steve will in die Politik und steht auf der Highschool deshalb als Schülersprecher zur Auswahl. Andrew hat mit den beiden eigentlich nicht viel zu tun, bis er auf einer Party von Steve überrumpelt wird etwas Eigenartiges zu filmen. Tief unter der Erde hat so etwas wie ein Asteroid eingeschlagen, der den Dreien übernatürliche Fähigkeiten verschafft. Als sie ihre Fähigkeiten bemerken, werden sie zu besten Freunden und stellen unglaubliche Dinge an. Anfangs überfordert es sie noch, ihre Kräfte gezielt einzusetzen, doch mit der Zeit werden sie immer stärker und präziser. Da aber Andrew sein Leben hasst und nie richtig Bezug zu den anderen aufnehmen kann, eskaliert die Situation und es kommt das was kommen musste. Macht in falschen Händen führt halt nie zu etwas positivem…

Fazit:
Zu allererst: “Chronicle” ist überhaupt nicht mit “The Avengers” zu vergleichen. Man kann den gewaltigen Budget-Unterschied schon nach wenigen Sekunden erkennen. Der Film ist ausschließlich im Found-Footage-Stil gedreht, was bedeutet, dass Andrew immer eine Kamera bei sich hat und alles aufnimmt. Das hat schon in anderen Filmen gut geklappt, und ist sowieso beim Kinopublikum hoch im Kurs. Ich finde aber, dass man zu oft verwackelte Bilder hatte, die vor allem das letzte Viertel im Film zerstörten. Das ist natürlich Geschmackssache, aber mein Ding ist es nicht. Andereseits muss man auch klar sagen, dass “Chronicle” überhaupt kein klassischer Superheldenfilm ist. Ganz im Gegenteil, die Idee, den Helden das Spektakel selbst filmen zu lassen gefällt mir gut und macht den Film authentisch. Die Cast ist sehr gut ausgewählt und besonders Dane DeHaan sticht positiv heraus. Man sollte jetzt keinen visuellen Augenschmaus erwarten oder eine intelligente Story. Aber “Chronicle” weiß zu unterhalten und setzt zu den richtigen Momenten die richtige Spannung ein. Der Film ist kein Muss könnte aber viele positiv wie negativ überraschen.

Erscheinungsjahr: 2012
Regisseur: Josh Trank
Schauspieler: Dane DeHaan, Michael Kelly, Michael B. Jordan

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